DIW: Bauindustrie bleibt Stützpfeiler der deutschen Wirtschaft

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) werden die Umsätze im Bausektor weiter kräftig wachsen. Dabei erweise sich der Wohnungsneubau als besonders krisenfest.

Das nominale Bauvolumen legt wegen gestiegender Preise stark zu. [Bild: DIW

Das nominale Bauvolumen legt wegen gestiegender Preise stark zu. [Bild: DIW]

Die deutsche Bauwirtschaft erweist sich gegenüber den wirtschaftlichen Ausschlägen der Corona-Pandemie als weitgehend resistent und bleibt auf Wachstumskurs. Die Nachfrage insbesondere nach Wohnraum bleibt ungebrochen, obwohl die Preise für Bauleistungen nach oben schießen. Der Preisanstieg trug maßgeblich dazu bei, dass das nominale Bauvolumen nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) im abgelaufenen Jahr um rund zehn Prozent auf einen historischen Höchstwert von 488 Milliarden Euro kletterte, was einem Anteil von knapp 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht. In diesem Jahr wird die Bauleistung voraussichtlich um weitere fast 13 Prozent und im kommenden Jahr um gut sechs Prozent zulegen. Preisbereinigt bleibt für 2022 und 2023 immer noch ein Zuwachs von jeweils rund drei Prozent. „Die Bauindustrie ist und bleibt ein Stützpfeiler der coronageplagten deutschen Wirtschaft“, sagt Martin Gornig, Studienautor und Forschungsdirektor Industriepolitik am DIW Berlin. „Die besonderen Kapazitätsengpässe und der hohe Nachfragedruck machen die Bauwirtschaft aber auch zu einem Treiber der Inflation.“

Zum ausführlichen Bericht des DIW