Eisen-Pfeiffer setzt auf ERP-Branchenlösungen

Branche: Industrieverbindungshandel: Arbeitsschutz, Baubeschläge, Befestigungstechnik, Handwerkzeuge und Stahl

Anwender: 100

Verbände: BDS, E/D/E

Stahlhalle von Eisen-Pfeiffer im Industriegebiet Hardt: Entnahme von Stahlstäben aus dem Fehr-Kassettenlager. [Bild: Eisen-Pfeiffer]

Stahlhalle von Eisen-Pfeiffer im Industriegebiet Hardt: Entnahme von Stahlstäben aus dem Fehr-Kassettenlager. [Bild: Eisen-Pfeiffer]

Hochleistungsbandsäge vom Typ Kaltenbach KBS 761 bei Eisen-Pfeiffer in Stockach. [Bild: Eisen-Pfeiffer]

Hochleistungsbandsäge vom Typ Kaltenbach KBS 761 bei Eisen-Pfeiffer in Stockach.[Bild: Eisen-Pfeiffer]

Das Unternehmen Carl Pfeiffer GmbH & Co. KG mit Sitz in Stockach (Kreis Konstanz) ist ein Produktionsverbindungshandel, welcher mit den Sparten Beschläge, Werkzeuge, Haustechnik, Gartenbedarf und nicht zuletzt Stahl und Biegerei breit aufgestellt ist. Mit dem Bau eines neuen Stahllagers und dem Umstieg auf die Unternehmenssoftware eNVenta ERP hat das Unternehmen die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt.

Die Firma Eisen-Pfeiffer hatte die Software SQL-Business des Softwarehauses Nissen & Velten bereits im Jahr 1994 eingeführt. Dieses Jahr hat das Unternehmen den Umstieg auf den Technologie-Nachfolger eNVenta ERP vollzogen und profitiert dabei auch vom Funktionsumfang der Branchenlösungen eNVenta Stahl und eNVenta Biegerei.

Der Geschäftsbereich Biegerei der Firma Eisen-Pfeiffer liefert jährlich 4.500 Tonnen Bewehrungsstahl vor allem für Bauprojekte im westlichen Bodenseeraum. Im Frühjahr 2012 führte das Unternehmen das Modul eNVenta Biegerei ein, welches die komplette Logik des ERP-Systems nahtlos nutzt. Dadurch, dass sich mit der neuen Software Konditionen, Basispreise und Zahlungsbedingungen im Kundenstamm von eNVenta ERP hinterlegen lassen, ist die Preispflege bei Eisen-Pfeiffer deutlich einfacher geworden. Objektbezogene Preise und sämtliche Pläne lassen sich in der Projektverwaltung des ERP-Systems hinterlegen. In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter noch für jeden einzelnen Plan Preise festlegen. Hubert Stadler, IT Leiter bei Eisen-Pfeiffer erklärt: „Die Planerfassung ist heute wesentlich schneller als in der Vergangenheit möglich. Dadurch können unsere Sachbearbeiter mehr Pläne in der gleichen Zeit erfassen.“ Seit der Einführung wird für größere Bauvorhaben jeweils ein Objekt in der Projektverwaltung des ERP-Systems angelegt, wodurch alle Pläne und Lieferungen auf einen Blick zu finden sind. Nach dem Besuch bei einem Referenzkunden, welcher eNVenta Biegerei einsetzt, und der Schulung in einer Testumgebung waren die Mitarbeiter fit für die Arbeit mit der neuen Software. Für die Zukunft erwägt das Unternehmen, Barcodes zur Steuerung der Bügelautomaten einzusetzen.

ERP-System kommuniziert mit Kassettenlager
Als im vergangenen Jahr klar war, dass das Stahllager aus dem Jahr 1963 vom Verschleiß gezeichnet war, entschloss sich die Geschäftsführung von Eisen-Pfeiffer zu einem Befreiungsschlag: Dem Bau einer mehr als doppelt so großen neuen Stahlhalle in einem Industriegebiet vor den Toren Stockachs. Diese bietet heute auf 5.500 Quadratmetern Fläche ganz neue Möglichkeiten. So fiel auch die Entscheidung für ein neues Kassettenlager der Schweizer Firma Fehr Lagerlogistik AG. Da für eNVenta ERP bereits eine erprobte LVS-Schnittstelle existierte, hielt sich der Aufwand zur Verknüpfung der eNVenta-Logik mit der Logik des Fehr-Systems im überschaubaren Rahmen. Mit der neuen Stahlhalle und dem automatischen Kassettenlager wurden die logistischen Abläufe bei Eisen-Pfeiffer optimiert und beschleunigt. Das Sortiment wurde ausgebaut und die Lagerkapazitäten wurden deutlich erhöht. Mit einer neuen Hochleistungsbandsäge vom Typ Kaltenbach KBS 761 wurde zudem der Bereich Anarbeitung für einen umfassenderen Kundenservice ausgebaut. Im Servicebereich sieht das Unternehmen auch noch weitere Entwicklungspotenziale für die Zukunft.

Stückverwaltung bringt Angebot und Nachfrage zusammen
Ein großer Sprung nach vorne war für das Unternehmen auch die Nutzung der Stückverwaltung von eNVenta Stahl, die seit der Eröffnung des neuen Stahllagers am 7. Januar 2013 Teil der Betriebsabläufe ist. Diese Logik wird nicht nur für die Langstähle im Kassettenlager, sondern für alle Artikel des Stahlsortiments, also etwa auch für Bleche genutzt. Wurde in der Vergangenheit in der Vorgänger-Software nur die Information geführt, wie viele Tonnen Stahl einer Dimension auf Lager liegen, so lässt sich heute jeder einzelne Träger in der korrekten Länge verbuchen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Ruft ein Kunde an, der beispielsweise zwei Träger in einer Länge von fünf Metern benötigt, so kann der Telefonverkauf auch ohne einen Anruf im Lager feststellen, ob die gewünschten Längen verfügbar sind oder mit dem vorhandenen Material zugesägt werden können. Dazu reicht ein Blick in die Maske des ERP-Systems. Auf diese Weise können auch Reststücke effektiver verwertet werden. Die Stückverwaltung sorgt heute für vollständige Transparenz im Lager.

Da die bestehende Software im Betrieb umgestellt werden musste, waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Der Artikelstamm wurde kopiert. Einmal wurden die bestehenden Artikelnummern mit einem Präfix für „alt“ versehen, um die Bestellungen im laufenden Betrieb sicherzustellen. Zum anderen wurden gleichzeitig alle Artikel mit Parametern, wie etwa Logistikdaten, für die Stückverwaltung vorbereitet. Das alte Lager ließ das Unternehmen dann nach und nach leer laufen, während Lieferantensendungen an das neue Lager gingen und als Einlagerungsbuchung auf Basis der Stücklogik erfasst wurden. Vor Weihnachten wurde der verbleibende Bestand aus der alten in die neue Stahlhalle umgelagert. Bereits vor dem Umzug waren aus jeder Produktgruppe im ERP-System ein oder zwei Artikel auf die neue Stückverwaltung umgestellt worden, sodass die Mitarbeiter die neue Logik im laufenden Betrieb trainieren konnten.

Mit der neuen Stahlhalle wurden auch weitere Prozesse umgestellt: Während früher der Wareneingang komplett im Büro verbucht wurde, stehen die Mitarbeiter heute in der Halle direkt am Lastwagen. Fehlerquellen werden durch die visuelle Überprüfung vermieden und der Wareneingang wird schneller im ERP-System erfasst. Anschließend wird der Etikettenausdruck angestoßen und beispielsweise die angelieferten Bunde mit Barcodes versehen.

Heute arbeiten insgesamt 100 Anwender im gesamten Unternehmen Eisen-Pfeiffer mit der Unternehmenssoftware eNVenta ERP. [Stand 2013]